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Alcúdia Teil II.

Mallorca - Alcúdia
Mallorca - Alcúdia Rathaus



Geschichte von Alcúdia

Mallorca - Alcúdia
Mallorca - Alcúdia ...kreisförmiges Talayot - Foto: Wikipedia - Autor: Maria Gelabert - Lizenz: s.u.



Die Gemeinde Alcúdia besitzt zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die sich in verschiedenen Teilen des Gemeindegebietes befinden. Einige dieser Sehenswürdigkeiten sind eng mit der reichen Geschichte Alcúdias verbunden. Archäologische Funde belegen, dass der Bereich der Gemeinde Alcúdia bereits ab 2000 v. Chr. besiedelt war. Aus der Zeit bis 1300 v. Chr., dem sogenannten Vor-Talaiotikum, sind künstlich angelegte Höhlen bekannt, die Begräbniszwecken dienten, wie die Cova de la Murada in der Nähe der mittelalterlichen Stadtmauer Alcúdias oder die beiden Höhlen im Inneren der Zuschauer-Sitzreihen (càvea) des Teatre Romà von Pollentia. Aus talaiotischer Zeit, die den Zeitraum von 1300 v. Chr. bis 123 v. Chr. umfasst, sind die Großsteinbauten von Son Siurana de Dalt, Son Simó, Biniatria, Oriolet und sa Figuera Roja teilweise erhalten.





Eroberung der Insel Mallorca

Mallorca - Pollentia
Mallorca - Pollentia ...römische Stele...


Nach der Eroberung der Insel Mallorca wie der gesamten Balearen im Jahre 123 v. Chr. durch die römischen Truppen unter Konsul Quintus Caecilius Metellus Balearicus kam es aufgrund der strategisch günstigen Lage um 70 v. Chr. zur Gründung der Stadt Pollentia, unmittelbar südlich der heutigen Stadtmauern von Alcúdia. Die Stadt erlebte eine lange Blütezeit als Hauptstadt Maioricas und der römischen Provinz Balearica, bis sie 426 n. Chr. von den Vandalen geplündert und zerstört wurde. Pollentia soll jedoch auch danach, während der Herrschaft der Vandalen ab 465 n. Chr. und der Byzantiner ab 534 n. Chr., teilweise besiedelt gewesen sein. In den Jahrhunderten zwischen 902 und 1229 beherrschten die Mauren und Araber die Inseln der Balearen einschließlich Mallorcas. Die Stadt oder Siedlung Pollentia bestand zu dieser Zeit nicht mehr.


...erste Siedlung...

Mallorca - Alcúdia
Mallorca - Alcúdia Stadtmauern


Stattdessen gehen der Entwurf des heutigen Alcúdia wie auch der Name der Stadt, der übersetzt „der Hügel“ bedeutet, auf die muslimische Herrschaft zurück. Allerdings bestand der Ort zur Zeit der aragonesischen Eroberung der Insel 1229 durch König Jakob I. von Aragon (katalanisch: Jaume I. el Conqueridor) nur als Landgut, das der König an einen Vasallen namens Ruí Peris abtrat. Um das Landgut Alcúdia, dessen erste urkundliche Erwähnung unter diesem Namen in einem notariellen Protokoll aus dem Jahre 1282 stammt, bildete sich bald darauf eine Siedlung, die 1298 durch König Jakob II. von Mallorca (Jaume II. de Mallorca) zur Pfarrgemeinde und Zentrum eines Verwaltungsbereiches erhoben wurde. In diese Zeit zurück reicht der Baubeginn der Kirche (ab 1302) und der alten Stadtmauer (ab 1298), die 1362 fertiggestellt wurde und von der noch Teile erhalten sind, wie die beiden Stadttore Porta de Sant Sebastià (auch Porta de Mallorca genannt) und Porta del Moll (auch Porta de Xara genannt).



Alcudia 6745

Porta del Moll - Stadttor von Alcudia - eingebunden über Wikimedia Commons


Stadtwappen

Mallorca - Alcudia
Mallorca - Alcudia Iglesia St. Jaume - Foto: Wikipedia - Autor: Defisch - Lizenz: s.u.


In den folgenden Jahrhunderten war Alcúdia ein wichtiges Machtzentrum im Norden Mallorcas. Unter König Karl I. von Spanien aus dem Hause Habsburg, dem späteren Kaiser Karl V. des Heiligen Römischen Reiches, wurde Alcúdia 1523 mit den damit verbundenen Privilegien zur Stadt ernannt. Noch heute ziert der Habsburger Doppeladler das Stadtwappen. Grund der Verleihung der Stadtrechte für Alcúdia war die Unterstützung des Königs bei der Niederschlagung der Revolta de les Germanies, eines Aufstands der städtischen Zünfte im Bündnis mit den Bauern gegen hohe Abgaben und die Feudalherren. Ausgehend von Valencia hatte sich die Revolte 1521 auf Mallorca ausgedehnt, wo die „Agermanados“ (Zunftbrüder) unter ihrem Führer Joan Crespí, später dem Bauernführer Joanot Colom, zwei Jahre lang in Palma regierten. Die Adligen zogen sich unter anderem in den befestigten Ort Alcúdia zurück, von wo aus 1522 ein Heer den König bei der Einnahme Palmas unterstützte.


Mallorca - Alcudia
Mallorca - Alcudia Stadtmauern


Im 16. Jahrhundert wurde Alcúdia mehrmals von Piratenüberfällen heimgesucht, woraufhin die Stadtmauern bis 1660 durch einen zweiten Mauerring im Renaissancestil erweitert wurden. Anschließend verlor die Stadt an wirtschaftlicher Bedeutung, was sich auch an der im 18. und 19. Jahrhundert beträchtlich sinkenden Einwohnerzahl, auch infolge von Epidemien, unter anderem der Pest, bemerkbar machte. Selbst der Ausbau des Hafens für den internationalen Handel im Jahr 1779 konnte dies nicht verhindern. Bezeichnenderweise brach 1870 die alte Pfarrkirche aus dem 14. Jahrhundert zusammen. Sie wurde erst ab dem Jahr 1882 wieder neu errichtet und erhielt bis 1893 ihr gegenwärtiges Aussehen.


Mallorca - Alcudia
Mallorca - Alcudia Porta del Moll - Stadttor von Alcudia


Die Wirtschaftslage besserte sich erst mit den Anfängen des Tourismus in den 1930er Jahren und dem Bau des Kohlekraftwerks zur Stromversorgung von Mallorca im Hafen von Alcúdia 1957, das mit seiner Silhouette der beiden hohen Schornsteine noch heute das Stadtbild aus der Ferne prägt. In den 1980er Jahren erfolgte die Stilllegung des alten und der Neubau eines effizienteren Kohlekraftwerkes außerhalb der Touristenzone. Es entstand am Ende einer eigens neu gebauten Ringstraße um die Hotelbereiche herum vom Hafen bis zur Stichstraße nach Sa Pobla, einem einheimischen Mallorquinern vorbehaltenem Wohnort mitten in der Gemüseanbauregion direkt südlich des Erholungsgebietes von Albufera. Für das alte Kraftwerk ist der Umbau zu einem der modernsten Museen Spaniens geplant. [1]


Mallorca - Alcudia
Mallorca - Alcudia Oratori de Santa Anna


Oratori de Santa Anna

Mallorca - Alcudia
Mallorca - Alcudia Kirche St. Anna - Seitenansicht


Westlich außerhalb des Ausgrabungsgeländes der römischen Stadt Pollentia befindet sich die Kirche Santa Anna (Oratori de Santa Anna). Hier handelt es sich um ein Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert, das älteren Quellen zufolge einst als Santa Maria de la Torre errichtet wurde. Die Kirche liegt auf halbem Wege zwischen Alcüdia und dem Hafen direkt gegenüber dem städtischen Friedhof der Gemeinde Alcúdia. Die Kirche wurde im Jahr 2004 zur Stätte von kulturellem Interesse erklärt und zählt zu den besterhaltenen Kirchen der christlichen Wiederbesiedlung auf der Insel. Der einschiffige Kirchenraum schließt mit einem Satteldach ab. Die einfach gestaltete Fassade ist mit einem Bildnis der Mare de Deu de la Bona Nova (Muttergottes der frohen Botschaft) ausgestattet, das sich über dem Kirchenportal mit Rundbogen befindet. Über der Fassade erhebt sich ein Glockengiebel.


Mallorca - Alcudia
Mallorca - Alcudia Ermita de la Victòria


Ermita de la Victòria

Mallorca - Alcudia
Mallorca - Alcudia Ermita de la Victòria - Kircheninneres


Im Norden der Halbinsel Cap des Pinar (auch Victòria genannt), die die Meeresbuchten von Pollença und Alcúdia teilt, befindet sich die Einsiedelei Mare de Déu de la Victòria (der Muttergottes des Sieges)- auch Santa Maria de la Torre genannt. Diese Sehenswürdigkeit ist von Alcudia gut zu erreichen und etwa 7 Kilometer entfernt. Die Ermita de la Victòria stammt aus dem 13. Jahrhundert. Im Jahr 1697 wurde die kleine Kirche mit dreifach unterteiltem Schiff und Rundbogengewölbe im Stil des Barock errichtet. Die geschnitzte Figur der Mare de Déu stammt aus dem 15. Jahrhundert, der große Altar, wie die Kirche, aus der Zeit des Barock. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche restauriert. Die Ermita ist ein Wallfahrtsort, denn die katholische Kirche feiert am 2. Juli das Fest Maria Heimsuchung.


Mallorca - Alcudia
Mallorca - Alcudia Aufgang zum Klostergebäude


Die Einsiedelei lag früher in völliger Abgeschiedenheit und auch heute noch ist die Gegend nur schwach besiedelt. Das Kloster und die Kirche sind in einem Gebäude untergebracht, wobei die Kirche direkt vom Platz vor dem Gebäude betreten werden kann und sich das Kloster direkt über der Kirche befindet. Zum Kloster führt auf der linken Seite des Gebäudes eine zweiteilige Treppenanlage zu einem kleinen Platz auf der Rückseite des Gebäudes, von diesem führen dann weitere Stufen zum Klostereingang. Die einstigen Klosterzellen sind heute in ein Hotel umgewandelt worden, das sich einer großen Beliebtheit erfreut- Hotel La Victoria. In unmittelbarer Nähe zum Klostergebäude befindet sich ein empfehlenswertes Restaurant-Mirador de la Victoria.


Mallorca - Alcudia
Mallorca - Alcudia Restaurat Mirador de la Victoria


Die Umgebung vom Kloster, Ermita und dem Restaurant lädt zu ausgedehnten Spaziergängen sowie Wanderungen ein. Wenn Sie Glück haben, begegnen Ihnen ein paar Wildziegen, die man in diesem Bereich häufiger antrifft und kaum Scheu vor Menschen zeigen. Vom großen Platz vor dem Klostergebäude hat man eine sehr gute Sicht auf die Bucht von Pollença (Badia de Pollença). Ein großer Teil der Halbinsel Cap des Pinar gehört zum Naturschutzpark La Victoria.


Adresse:

Petit Hotel Hostatgeria La Victoria

Carrer Cap del Pinar, 6,
Alcúdia, Spanien

Telefon: 0034 971 549 912
E-Mail: nfo@lavictoriahotel.com

Website: www.lavictoriahotel.com/de/




Mallorquinische Wildziege

Mallorca - Alcudia
Mallorca - Alcudia Wildziege - Bock (Boc Balear)


Hier im Naturpark La Victoria - auf der Halbinsel Cap des Pinar - lebt die mallorquinische Wildziege. Hier handelt es sich um ein Tier, das vor Urzeiten auf der Insel heimisch wurde und nur sehr punktuell und in geringer Zahl in den Gebirgszonen der Tramuntana und einiger anderer Bereiche auf Mallorca verteilt lebt. Die Wildziege ist nicht zu verwechseln mit der Ziegenart, die von den Hausziegen abstammt und erst vor kurzer Zeit wieder in die freie Wildbahn zurückgekehrt ist. Zur Unterscheidung: Die Wildziege ist kleiner als die Hausziege, wobei die Böcke größer sind als die Weibchen. Die Hörner der Böcke sind größer, offen und spiralförmig, die der Ziegen kleiner und bogenförmig. Die Wildziege hat ein rötliches Fell mit schwarzen Farbanteilen im Widerrist, einem Teil des Schwanzes und auf der Innenseite der Beine, der Hufe und am Bauch.


Mallorca - Alcudia
Mallorca - Alcudia Wildziegen


Die Böcke der Wildziegen haben einen kurzen Bart und das Fell ist glänzend und kurz. Der Naturpark „La Victoria“ im Gemeindegebiet von Alcúdia war das erste Jagdrevier für Großwild, das ein von den Behörden ausgestelltes Qualitätszertifikat erhalten hat, mit dem der balearische Ziegenbock unter nachhaltigen Jagdbedingungen gejagt werden darf. Die Jagd erfolgt mit Gewehren oder in der traditionellen Weise mit Hunden und Lasso, bei der die Tiere lebend gefangen werden.

Hinweise für Wanderer: Bleiben Sie unbedingt auf den gekennzeichneten Wegen innerhalb des Naturparks und füttern Sie die Tiere nicht. Mitgeführte Hunde unbedingt anleinen- ansonsten droht ein saftiges Bußgeld!


Römische Stadt Pollentia

Mallorca - Pollentia
Mallorca - Pollentia Ruinen der römischen Stadt Pollentia


Pollentia ist die lateinische Bezeichnung für die ehemalige römische Stadt im Bereich von Alcúdia. Es handelt sich hier um eine archäologische Ausgrabungsstätte auf der spanischen Baleareninsel Mallorca. Sie befindet sich an der Nordostküste der Insel auf dem Stadt- und Gemeindegebiet von Alcúdia in der Region (Comarca) Raiguer. Die Hinterlassenschaften der einstigen römischen Stadt Pollentia sind durchaus sehenswert und befinden sich südlich der Kirche Església de Sant Jaume d'Alcúdia. Auch ein Parkplatz und der Eingang zum Ausgrabungsgelände sind hier zu finden. Die Ruinen der altrömischen Stadt Pollentia wurden im 16. Jahrhundert zwischen....

Weitere Informationen zur ehemaligen römischen Stadt Pollentia in der Gemeinde von Alcúdia im Norden Mallorcas finden Sie hier.....!


Pollença

Mallorca - Pollenca
Mallorca - Pollenca Blick über die Stadt


Pollença (kastilisch: Pollensa) ist eine Gemeinde im Norden der spanischen Baleareninsel Mallorca. Zur Gemeinde Pollença gehören u.a. die Orte Cala Sant Vicenç (270 Einwohner), Les Palmeres (133 Einwohner), Pollença (8934 Einwohner) und Port de Pollença (6596 Einwohner). Die Bevölkerung konzentriert sich auf drei Siedlungsschwerpunkte: den gleichnamigen Hauptort sieben Kilometer abseits der Küste und die Touristenorte Port de Pollença an der Bucht von Pollença und Cala Sant Vicenç an der gleichnamigen Bucht....

Weitere Informationen zur Gemeinde Stadt Pollença im Norden Mallorcas finden Sie hier.....!


Cap de Formentor

Mallorca  - Cap de Formentor
Mallorca - Cap de Formentor Impressionen


Für einige, die zum ersten Mal diese Straße befahren, mag das Cap de Formentor vorkommen wie das Ende der Welt. Wegen der vielen Serpentinen muss man etwas vorsichtiger fahren und allein die imposanten Ausblicke zur Küste kann nur der Beifahrer genießen! Die Halbinsel Formentor ist der nördlichste Punkt Mallorcas und liegt in der Gemeinde Pollença. Sie umfasst eine der eindruckvollsten unberührten Landschaften der Insel. Zu Sturmzeiten und wenn wir uns trauen, bis zum einsamen Leuchtturm von Formentor zu gehen, fühlt man ein Schaudern ob der Naturgewalten gegenüber der Zerbrechlichkeit des Menschen in diesem Finis Terrae ( lat.: „Ende des Landes“) Mallorcas.

Weitere Informationen zum Cap de Formentor im Norden Mallorcas finden Sie hier.....!


Quellenhinweis:


1.: Die Informationen zur Gemeinde Alcúdia im Norden der Insel Mallorca basieren auf dem Artikel Alcúdia vom 23.12.2018 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Die Fotos "Iglesia St. Jaume - Autor: Defisch" - "...kreisförmiges Talayot - Autor: Maria Gelabert" sind unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.


Fotos Alcúdia Teil II.





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